++ Fotovoltaik-Anlage

Update:
09. Januar 2012



Seit dem 01.Juli 2009 ist meine zweite Fotovoltaik-Anlage in Betrieb. Die Solarmodule sind in zwei Reihen auf dem Dach angeordnet. 10 PV-Module sind in einer Reihe auf der Norddachseite montiert - aber natürlich nicht nach Norden orientiert, sondern nach Süden mit einem Neigungswinkel von 20 durch ein entsprechendes Ständerwerk. Die zweite Modulreihe, bestehend aus 11 PV-Modulen, ist auf der Süddachseite über dem Balkon installiert, ebenfalls mit 20 Neigungswinkel. Sie dient damit zusätzlich als Schattenspender für den Südbalkon und die bodentiefen Fenster. Im Sommer wird so die direkte Sonnenstrahlung aus dem Haus gehalten. Im Winter jedoch werden die Sonnenstrahlen der tiefstehenden Sonne über die Fenster eingefangen und tragen zur Raumheizung bei.

Die aus dem Sonnenlicht erzeugte elektrische Energie wird über Wechselrichter ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Jedoch habe ich die neu angebotene Eigenverbrauchs-Variante gewählt (EEG aus 2008). Dabei erfolgt die Abrechnung des Solarstroms, wie bei der Variante mit Volleinspeisung, getrennt von der Abrechnung des Strombezugs. Jedoch wird die erzeugte elektrische Energie über einen ersten Stromzähler nicht netzseitig vor dem Strombezugs-Zähler eingespeist, sondern direkt in das Hausnetz. Somit können zunächst die eigenen Verbraucher versorgt werden. Nur der verbleibende Überschuss wird dann über einen zweiten Stromzähler ins allgemeine Stromnetz eingepeist.
Natürlich bezieht sich diese Aufteilung in Eigenverbrauch und Einspeisung nur auf die kaufmännische Abrechnung. Physikalisch betrachtet werden die eigenen Verbraucher bei beiden Anschluss- und Abrechnungsvarianten im gleichen Umfang mit dem selbst erzeugten "Strom" versorgt.
Für die Eigenverbrauchs-Variante muss der Strombezugs-Zähler ein Zähler mit Rücklaufsperre sein, damit nur der normale Strombezug erfasst wird.
In Abstimmung mit dem Netzbetreiber (hier die Stadtwerke Hameln) wurden jedoch nicht tatsächlich zwei getrennte Zähler installiert, sondern ein Zweirichtungszähler, der Strom-Einspeisung und -Bezug getrennt erfassen und anzeigen kann.
Die neue PV-Anlage ist mit 4,62kWp gegenüber meiner ersten Anlage mit 5,1kWp etwas kleiner. Die Stromerträge liegen jedoch sogar etwas über denen der ersten Anlage, wie sich bereits nach dem ersten Betriebsjahr zeigte.
Bei der Eigenverbrauchs-Variante wird jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde mit 43,01 Ct vergütet (bei Inbetriebnahme in 2009); Für jede selbst verbrauchte Kilowattstunde werden 25,- Ct vergütet.
Die Einspeisevergütung wird für 20 Jahre gesetzlich garantiert und ist vom zuständigen Netzbetreiber "auszuzahlen" (hier: GWS Stadtwerke Hameln).
Die aktuellen Solarstromvergütungen für später in Betrieb gehende PV-Anlagen bis 30 kWp auf Gebäuden können Sie den Informationen des Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) entnehmen: Solarstromvergütungen ab 2009 im Überblick
4000 kWh Solarstrom


20 Jahre garantierte Vergütung
Verlauf der Montage
Montage des Ständerwerkes für die Ausrichtung der PV-Module gen Süden PV-Module auf der Norddachseite
Ständerwerk über dem Balkon auf der Südseite PV-Module als Schattenspender über dem Südbalkon

Anlagendaten
Lage und Ausrichtung 31787 Hameln, Rotenberg-Ost,
Süd-Ausrichtung (ca. 190), Modul-Neigungswinkel 20, verschattungsfrei
Idealer Standort
Leistung u. Fläche 4,62 kWp (Kilowatt-peak), ca. 27 qm
Jahresertrag Erwartet ca. 4000 kWh.
Tatsächlich: ca. 4400 kWh (Im Mittel des ersten Betriebsjahres)
PV-Module, Wechselrichter, Datenerfassung 21 Stk. Sunpower SPR-220-BLK-I, monokristallin, á 220 Wp, 24 V,
"SunnyBoy SWR-3800" von Fa. SMA,
3 Strings mit je 7 PV-Modulen in Reihenschaltung am SWR-3800
Datenlogger "SunnyBeam" von Fa. SMA, Datenaustausch über Kommunikation per Funk.
Gesamtkosten ca. EUR 19.500,- inkl. MWSt und Montage Für die Kalkulation:
< 2000,- Euro/kWp
Stand Mitte 2010:
Lieferant, Elektro-Fachbetrieb Fa. EKS-Elektroanlagen aus Hameln hat die Inbetriebnahme der Anlage durchgeführt Installation von PV-Anlagen


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Links mit weiteren Infos zum Thema:
EKS-Elektroanlagen
Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.
mailto: Georg Neulen